Steiermark · Wein News

Die besten Weine der Steiermark, Landessieger 2026

In Folge 21 von „Der letzte Schluck zum Feierabend" sprechen Michael Gehring und ich über die Landessieger der Steiermark 2026 und darüber, was eine solche Auszeichnung für die prämierten Betriebe bedeutet. Für Hoteliers ging es dort vor allem darum, welche Weine sich für die eigene Karte lohnen. Für Winzer steckt in der gleichen Auszeichnung eine andere, marketingrelevante Frage: Wie macht man aus einer Trophäe eine Geschichte, die im Kopf bleibt?

Eine Landessieger-Auszeichnung ist eine der wenigen Bestätigungen im Weinmarketing, die nicht vom eigenen Betrieb behauptet, sondern von außen verliehen wird. Genau das macht sie wertvoll. Und genau das macht sie auch häufig ungenutzt, weil viele Weingüter sie wie einen Aufkleber behandeln, statt wie einen Anlass für Kommunikation.

Eine Medaille ist ein Anlass, kein Endpunkt

Der naheliegendste Umgang mit einer Prämierung ist, sie auf die Flasche zu drucken und auf der Website zu erwähnen. Das ist richtig, aber zu wenig. Eine Auszeichnung wird erst dann zum Marketinginstrument, wenn sie erzählt wird, mit dem Jahrgang, der Lage, der Entscheidung, die dahintersteckt, und der Reaktion im Betrieb. Kunden erinnern sich nicht an eine Punktzahl, sie erinnern sich an die Geschichte drumherum.

Glaubwürdigkeit entsteht durch Einordnung, nicht durch Lautstärke

Ein häufiger Fehler ist, eine Prämierung so zu bewerben, als wäre sie der Beweis für die generelle Überlegenheit des gesamten Betriebs. Das wirkt schnell übertrieben und schwächt eher die Glaubwürdigkeit. Wirksamer ist es, die Auszeichnung konkret einzuordnen, für welchen Wein, aus welchem Jahr, mit welcher Besonderheit, und sie in die größere Geschichte des Weinguts einzubetten, statt sie isoliert als Trophäe zu präsentieren.

Eine Auszeichnung beweist etwas über einen Wein. Die Geschichte drumherum beweist etwas über den Betrieb.

So setzen Sie eine Auszeichnung richtig ein

  • Erzählen Sie zu jeder Auszeichnung die Geschichte dahinter, nicht nur die Platzierung
  • Ordnen Sie eine Prämierung konkret einem Wein und einem Jahrgang zu, statt sie pauschal für den ganzen Betrieb zu beanspruchen
  • Nutzen Sie den Moment der Auszeichnung aktiv für Kommunikation, nicht nur für ein neues Etikett

Folge 21 vollständig hören

Die vollständige Episode mit Michael Gehring und mir, inklusive der Hotellerie-Perspektive auf die passende Weinkarte, gibt es auf Spotify und den anderen gängigen Plattformen. Eine ausführliche Einordnung aus Sicht der Hotellerie finden Sie im Originalartikel auf hotelsuccess.cc/podcast, der Hauptseite unseres gemeinsamen Podcasts.

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