Steiermark · Wein News

Gesundheitstourismus, viel spannender als sein Name

In Folge 7 von „Der letzte Schluck zum Feierabend" sprechen Michael Gehring und ich über Gesundheitstourismus, ein Segment, das oft unterschätzt wird, weil der Name so sperrig klingt. Für Hotels ist das ein wachsender Markt. Für Winzer lohnt sich der gleiche Blick: Wein und Genuss lassen sich sehr bewusst mit einem gesunden, maßvollen Lebensstil verbinden, und genau dort warten neue Zielgruppen.

Gesundheitstourismus klingt nach Reha und Kurhaus, meint inzwischen aber viel mehr: bewusste Ernährung, Bewegung in der Natur, Entschleunigung, Qualität statt Quantität beim Genuss. Für ein Weingut ist das kein Widerspruch zum eigenen Produkt, sondern eine Chance, Wein als Teil eines bewussten Lebensstils zu positionieren, statt nur als Konsumgut.

Maßvoller Genuss statt reiner Menge

Der Trend zu weniger, aber bewussterem Weingenuss ist längst spürbar, gerade bei jüngeren und gesundheitsbewussten Konsumenten. Statt diesem Trend mit Sorge zu begegnen, können Weingüter ihn aktiv aufgreifen: kleinere Verkostungsmengen, Fokus auf Qualität statt Quantität, Begleittexte, die erklären, warum ein Glas gut gemachter Wein Teil eines bewussten Abends sein kann, nicht sein Gegenteil. Das Stichwort dafür lautet oft Slow Wine, eine Haltung, die zum Gesundheitstourismus passt wie kaum eine andere.

Neue Zielgruppen jenseits klassischer Weinliebhaber

Wer Wein nur an klassische Weinkenner verkauft, übersieht ein wachsendes Publikum: Gäste, die einen bewussten Kurzurlaub am Land verbringen, Wanderer, die eine Rast mit Weinverkostung suchen, Menschen, die Regionalität und Handwerk schätzen, ohne Fachjargon zu erwarten. Diese Zielgruppen erreicht man nicht mit dem gleichen Ansatz wie eingefleischte Weinkenner, sondern mit einer offeneren, zugänglicheren Ansprache. Wie sich Zielgruppen für ein Weingut sauber definieren lassen, beschreiben wir im Blogartikel Zielgruppen im Weinmarketing.

Erlebnis statt reiner Verkostung

Gesundheitstourismus lebt von Erlebnissen, nicht von Produkten allein. Für ein Weingut heißt das: eine Weinwanderung durch die Rebzeilen, eine Verkostung mit Blick auf die Landschaft, eine Kombination aus Bewegung und Genuss, spricht genau die Zielgruppe an, die sonst vielleicht nie den Weg zum Weingut gefunden hätte.

Wein muss kein Gegensatz zu einem bewussten Lebensstil sein. Richtig erzählt, wird er zu einem Teil davon.

Eine neue Zielgruppe für Ihren Wein

  • Positionieren Sie kleinere, bewusste Verkostungsmengen als Qualitätsmerkmal, nicht als Einschränkung
  • Sprechen Sie gezielt Zielgruppen jenseits klassischer Weinliebhaber an, etwa Gesundheits- und Naturtouristen
  • Verbinden Sie Weinerlebnisse mit Bewegung und Landschaft, nicht nur mit dem Glas allein

Folge 7 vollständig hören

Die vollständige Episode mit Michael Gehring und mir gibt es auf Spotify und den anderen gängigen Plattformen. Eine ausführliche Einordnung aus Sicht der Hotellerie finden Sie im Originalartikel auf hotelsuccess.cc/podcast, der Hauptseite unseres gemeinsamen Podcasts.

Wen erreicht Ihr Weingut noch nicht?

Im kostenlosen Strategiegespräch finden wir Zielgruppen, die Sie bisher übersehen haben.

Strategiegespräch anfragen